
Geisteswissenschaften
Bin ich Geist oder Materie
Als Geisteswissenschaften werden seit dem 19. Jahrhundert Wissenschaften bezeichnet, die sich mit den verschiedenen Gebieten des geistigen Lebens, also den nicht materiellen Dingen und Prozessen beschäftigen. Die Geisteswissenschaften befähigen den Menschen seine innere und äussere Natur, materiell, emotional, mental, sozial, moralisch, spirituell und harmonisch mit seinem Leben zu verbinden. Als Leib-Geist-Seele Gestalt haben wir die Fähigkeit das Feinstoffliche (Geist bzw. Reingeist) wie das Grobstoffliche (Leib) zu erfassen.
Die Geisteswissenschaften lehren dabei den Umgang mit diesen beiden Faktoren. Daraus ergibt sich eine enorme Kraftentfaltung, das heisst, grosse geistige Fähigkeiten werden wach. Sie sind so natürlich wie die immerwährende Polarität. Innen so Aussen – Hell wie Dunkel – Ebbe und Flut – Geburt und Tod.
Sie geben uns eine Gelegenheit, unsere Seelenkräfte zu bündeln und zu vereinheitlichen. Auf diese Bündelung der Seelenkräfte kommt es an. Denn dadurch gelangen wir allmählich dazu, wirklich das Geistig-Seelische, das in uns ist, wie der Wasserstoff im Wasser, heraus zu kristallisieren und es frei zu machen vom Physisch-Leiblichen. Daraus resultieren natürlich-geistige Energien, die in einem jeden Menschen schlummern.
Das möchten sie werden die Geisteswissenschaften. Für alle Menschen, die Ihr Selbstbewusstsein stärken und Ihre (geistige) Effizienz ausbauen möchten, die die Grundlage für ein geistig-wirksames Leben suchen, die eigentliche Werte verkörpern möchten und die ihr Leben auf einer natürlichen (logischen) Basis aufbauen, ablaufen lassen oder gestalten möchten für die Gegenwart und Zukunft.
Essay von Erika
«Die moderne Physik kommt zu der überraschenden Erkenntnis: Materie ist nicht aus Materie aufgebaut! Wenn wir Materie immer weiter auseinandernehmen, in der Hoffnung, die kleinste, gestaltlose, reine Materie zu finden, bleibt am Ende nichts mehr übrig, was uns an Materie erinnert. Am Schluss ist kein Stoff mehr, nur noch Form, Gestalt, Symmetrie, Beziehung (…) Materie ist der neuen Physik zufolge ein Phänomen, dass erst bei einer gewissen vergröberten Betrachtung erscheint. Materie / Stoff ist geronnene Form. Vielleicht können wir auch sagen: Am Ende allen Zerteilens von Materie bleibt etwas, das mehr dem Geistigen ähnelt – ganzheitlich, offen, lebendig: Potenzialität, die Kann-Möglichkeit einer Realisierung. Materie ist die Schlacke dieses Geistigen …»
Hans-Peter Dürr: «Warum es ums Ganze geht»
Das Wesen des Lebens liegt in der Bewegung,
die es weiterpflanzt.
